Wassersituation
In den Dörfern kann das Wasserholen jeden Tag bis zu fünf Stunden dauern. Viele Frauen tragen einen 18 kg schweren Eimer 5 km auf dem Kopf nach Hause. Um sicherzustellen, dass die Wasserstellen lange benützt werden können, wählt jedes Dorf ein Wasserteam und legt Regeln fest und eine geringe Gebühr, damit Teile ersetzt und die Wasserstelle instandgehalten werden kann. (DN 20.1.12)

Zur Wasserversorgung der Stadt Arusha
Weil die Bevölkerungszahl sehr wächst, nun auf etwa 500.000 anstieg, sucht die Stadt nach neuen Wasserquellen. Sie plant, Wasser aus dem 11 km entfernten Duluti-Kratersee in die Stadt zu leiten, neue Bohrlöcher zu graben, alte zu sanieren und das unterirdische Wasserreservoir in Nähe des Flugplatzes anzuzapfen. Im Augenblick steht nur das Wasser der vom Meruberg kommenden Bäche zur Verfügung. (Citizen 23.1.12)

Wasserknappheit
Vier Monate lang litt die Stadt Sumbawanga (Rukwa-Region) unter Wasserknappheit. Die Einwohner mussten jeden Tag viele Stunden beim Wasserholen zubringen. Bisweilen wird um das Wasser gekämpft. Eigentümer von Brunnen verlangen pro Eimer 500/- bis 800/- TSh. Die Qualität dieses Wassers ist zweifelhaft; es ist schlammig und schmeckt schlecht. In der letzten Regenzeit waren die Regenfälle unterdurchschnittlich, danach fol-te eine lange Dürre. (DN 31.10.11, Citizen 31.10.11)

Die Eingreiftruppe der Polizei setzte Tränengas ein und schoss in die Luft, um die Einwohner zweier Dörfer im Arumeru-Distrikt (Arusha-Region), die in einen Kampf um Wasser verwickelt waren, auseinander zu treiben. Polizisten hatten die Menschen daran gehindert, Wasser aus den nahegelegenen Flussläufen auf ihre Felder zu leiten. Wegen der Dürre flossen die Bäche immer spärlicher. (Citizen 8.11.11)

Die Einwohner der Stadt Mwanza hatten zwei Wochen lang kein Wasser, weil zwei Zusatzaggregate defekt waren. Sie können nur in Kanada hergestellt werden und wurden bereits bestellt. Nach Ablauf von drei Wochen würden sie gefertigt, hieß es. Nun verwendet man alte handbetriebene Geräte.

Mehr als 200.000 Menschen waren betroffen. Sie mussten ihr Wasser von Straßenverkäufern für 300/- bis 1.000/- TSh pro Eimer kaufen. Das ist für die meisten viel zu teuer. (DN 12.12.11)

Seit einem Jahr herrscht im Krankenhaus des Muheza-Distrikts (Tanga-Region) Wasserknappheit, weil die Wasserpumpe wegen unregelmäßiger Stromversorgung nicht funktioniert. (Citizen 3.1.12)

Im Handeni-Distrikt (Tanga-Region) ist die Wasserversorgung problematisch, denn die 1974-85 mit deutscher Hilfe installierte Wasserleitung ist reparaturbedürftig; 70 % des Wassers versickert. Der Distrikt legte Stauseen an, bohrte flache und tiefe Brunnen und leitet Wasser des Wami-Flusses zu den Dörfern. (Citizen 16.1.12)

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